Aktuelles
Einsturz des Kölner Stadtarchivs
Am 3. März 2009 ist das Gebäude des Historischen Archivs der Stadt Köln vollständig in sich zusammen gebrochen und in die Bauten für die geplante Untergrundbahn gestürzt. Zwei junge Männer, Bewohner eines Nachbargebäudes, starben, weil auch Gebäude in der Nähe der Unglücksstelle ganz oder teilweise zerstört wurden. Viele Anwohner verloren ihre Wohnungen und persönliche Gegenstände.
Das Stadtarchiv gilt als größtes kommunales Archiv nördlich der Alpen und bewahrt unschätzbar wertvolle Dokumente der Stadt vom Mittelalter bis heute. Durch diese Katastrophe wurde fast der gesamte Bestand verschüttet. Feuchtigkeit und mechanische Schäden haben an den Archivalien zu sehr starken Schäden geführt. Glücklicherweise konnten aber zahlreiche Bestände auch völlig unversehrt geborgen werden.
Mittlerweile sind ca. 85 % des Archivgutes geborgen worden. Bergung und "Erstversorgung" der Bestände (Reinigung, Registrierung, Trocknung bzw. Vorbereitung für die Gefriertrocknung) sind mittlerweile abgeschlossen.
Zur Zeit werden, neben Planungsarbeiten u.a. für das neue Archiv, alle Archivalien gesichtet, die in 20 Archiven in ganz Deutschland ausgelagert wurden.
Informationen und Filmbeiträge finden Sie z.B. bei WDR online [www.wdr.de].