Was bedeutet Restaurierung eigentlich?
Grundlegende Aufgabe des Restaurators ist der Schutz des Kulturgutes zum Nutzen dieser und künftiger Generationen. Der Restaurator trägt zum Verständnis für das Kulturgut bei, und dies im Bewusstsein seiner ästhetischen und historischen Bedeutung und unter Wahrung seiner materiellen Unversehrtheit. Der Restaurator übernimmt die Verantwortung für die Untersuchung, die Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten an dem Kulturgut sowie die Dokumentation aller Verfahren und führt sie aus. [Quelle: E.C.C.O.-Berufsrichtlinien, 2002, www.ecco-eu.org/about-e.c.c.o./professional-guidelines.html]
In der Restaurierung geht es nicht darum, ein Kunst- und Kulturgut wieder "wie neu" aussehen zu lassen. Denn in der Regel haben die Werke eine lange Geschichte hinter sich und Benutzung und Lagerung haben ihre Spuren hinterlassen. Sie sind ein Teil der Objekthistorie und gehören einzigartig und untrennbar dazu, sodass eine Entfernung bei jeder Restaurierung individuell geprüft werden muss.
Der Restaurator muss neben der Entwicklung eines Konzeptes über den Umfang der Behandlung auch die Wahl der Methoden und Materialien sorgfältig auf das Kunstwerk abstimmen. Um die durchgeführten Restaurierungsschritte nachvollziehbar werden zu lassen, ist eine Dokumentation Bestandteil jeder Restaurierung.
Die hohen Anforderungen des Berufes in Bezug auf naturwissenschaftliche, materialspezifische und kunsthistorische Kenntnisse werden in Deutschland an mehreren Hochschulen gelehrt.
Ausführliche Informationen zum Studium finden Sie z.B. unter www.re.fh-koeln.de oder www.restauratoren.de.
Übrigens - der Begriff "Restauration" wird im Bereich der Gastronomie und für politisch bedingte Umbruchsituationen verwendet. In Fachkreisen wird der Begriff in keinem Fall als Synonym für "Restaurierung" verwendet und outet jeden Laien.
Die Berufsbezeichnung heißt "Restaurator" bzw. "Restauratoren" (bzw. Restauratorinnen") und nicht, wie leider fälschlicherweise oft verwendet "Restaurateure". Brr.