Restaurierungsbeispiele - Wachssiegel

Das Reitersiegel (Urkunde von 1291) ist auf beiden Seiten in mehrere Teile zerbrochen, die zum Teil lose aufliegen. Bei früheren Reparaturen ist ein Klebstoff (UHU o.ä.) verwendet worden, der einen glänzenden Film auf Teilen der Oberfläche hinterlassen hat (vor Restaurierung).

Die noch vorhandenen Fragmente konnten wieder an den ursprünglichen Stellen positioniert werden. Die Fehlstellen wurden mit farblich angeglichenem Bienenwachs geschlossen. Der Klebstoff konnte weitgehend abgelöst werden (nach Restaurierung).

   

   

Auf dem Wachssiegel (Wappensiegel, Urkunde von 1288) sind durch Insektenbefall große Fraßstellen entstanden. Das watteartige Material der Siegel-Polsterung ist auf beiden Seiten fest mit dem Wachs verklebt und hat Teile des Wappens überdeckt (vor Restaurierung).

Durch die Behandlung wurden dieVerklebungen entfernt. Das Siegel wurde mit eingefärbtem Wachs ergänzt und die Bruchstellen gesichert. Die Schäden sollten als Teil der Historie erkennbar bleiben (nach Restaurierung).  

  


  Das Stadtsiegel der Hansestadt Hamburg (Urkunde von 1483) ist durch große Fehlstellen am Rand und Abplatzungen auf der Oberfläche stark beschädigt und gefährdet (vor Restaurierung).

Die Ergänzungen des zweifarbigen Wachssiegels mit eingefärbtem Bienenwachs haben die Randbereiche und Bruchkanten stabilisiert und verhindern weiteren Substanzverlust. Die rautenförmige Schraffierung, die bei der Herstellung des Siegels zur besseren Haftung beider Wachshälften eingeritzt wurde, wurde sichtbar gelassen. Sie ist ein wichtiger und interessanter Hinweis auf die Herstellungstechnik (vor Restaurierung).